Team Frosty: Der Flughafen Graz ist gerüstet

Der Flughafen Graz ist für Schnee und Eis bestens gerüstet. Was hinter dem effizienten Flughafen-Management steckt und wer nicht bibbern muss.

Eine Flotte gegen Väterchen Frost: Mensch und Maschine arbeiten am Flughafen Graz bei Frost, Eis und Schnee gegen die Kälte. (Foto: Flughafen Graz)

Im Winter ins Warme flüchten, ach, wie schön! Für das Personal des Flughafen Graz birgt die dritte und vierte Jahreszeit allerdings oft eisige Zeiten. „Mithilfe von fünf Kehrblaszügen, zwei Schneefräsen und einem Streufahrzeug im Winterdienst halten die Kollegen die Start- und Landebahn, die Rollbahnen sowie das Vorfeld schnee- und eisfrei“, erklärt Hubert Jandl, Leiter des Airside Management am Flughafen Graz. Die drei Kilometer lange und 45 Meter breite Piste wird von Norden nach Süden gereinigt. Zwölf Minuten dauert der Vorgang im Regelfall. Wie oft dieser wiederholt werden muss, hängt von Frau Holle und Väterchen Frost ab. „Es kann vorkommen, dass sich die Wetterbedingungen und -verhältnisse zwischen Norden und Süden unterscheiden. Das ist eine zusätzliche Herausforderung“, so Jandl.

Freiwillig für das Passagierwohl

Damit durch die Bodenräumung und Flugzeugenteisung keine Verspätungen im Luftfahrtverkehr entstehen, muss der Winterdienst wie ein Uhrwerk funktionieren. „Das Personal im Winterdienst arbeitet zusätzlich zur Passagierabfertigung freiwillig“, hebt Alexander Greiner, seines Zeichens Airside Operations Manager und Airside Maintenance Manager, hervor. Wann immer Autofahrerinnen und Autofahrer mit dem Eiskratzer ausrücken müssen, sind Greiner und Jandl am Zug, Personal in Bewegung zu setzen und Verantwortliche für den Winterdienst rechtzeitig zu informieren. Eine Eiswarnanlage misst Boden-, Luft- und Gefriertemperatur und unterstützt beim gezielten Einsatz von Streumittel. „Bis minus fünf Grad Celsius wird mit festen Streumitteln gearbeitet, darunter müssen flüssige Mittel eingesetzt werden“, protokolliert Greiner. Der zum Einsatz kommende Frostschutz ist biologisch abbaubar. „Im Vordergrund der 380.000 Quadratmeter großen, befestigten Bewegungsfläche steht allerdings immer die Räumung, nicht die Streuung“, ergänzt Jandl. Die eingesetzten Gerätschaften stammen übrigens aus Kitzbühel und Norwegen. Dort kennt man sich bekanntlich mit Schnee und Eis aus. Ein gutes Omen für den Flughafen Graz.

Tina Veit-Fuchs

Beitragsbild: Flughafen Graz