Tempo-Training – kurz und knackig!

Minimaler Aufwand, maximaler Erfolg: Immer mehr Menschen setzen in puncto Work-out auf kurze, intensive Trainingseinheiten – die „Keine Zeit“-Ausrede zieht also nicht mehr.

Stundenlanges Schwitzen am Laufband oder Ergometer war einmal! In den vergangenen Jahren hat sich beim Fitnesstraining viel getan. Ausdauersport wurde vom Krafttraining quasi abgelöst. Dieses hat nicht nur sein Bodybuilder-Image abgelegt, es ist inzwischen sogar richtig hip! Auch unter Frauen – von denen viele schweren Gewichten gegenüber lange skeptisch waren, weil das Schönheitsideal einst eher zu „so schlank wie möglich“ tendierte. Seit einigen Jahren boxt sich der „Strong, not skinny“-Trend durch – und somit auch die ­Ladys, die Kilos stemmen und keine Angst vor Muckis haben. Muskeln sind in – aus gutem Grund:

Sie straffen den Körper, wirken als Jungbrunnen, senken Blutdruck und Diabetes-Risiko, verbrauchen selbst im Ruhe­zustand Energie, schützen vor Verletzungen, stärken Knochen und Immunsystem.

Foto: pixabay/tacofleur

Besonders kurze, knackige Kraft-Workouts werden immer beliebter. Klar – denn Zeit hat heutzutage eh kaum noch jemand! Maximaler Trainingserfolg mit möglichst wenig Zeit – das klingt verlockend. Und das soll, zahlreichen Fitness-Gurus zufolge, auch kein Problem sein: Tabata, HIIT und Co. heißen die intensiven Schnell-Work-outs, die einerseits die Muskeln, andererseits das Herz-Kreislauf-System trainieren und die Fettverbrennung ordentlich ankurbeln. Dazu ist jedoch voller Einsatz nötig – von Blümchen-Work-outs weit entfernt! Die Trainings sind zwar kurz, aber dafür richtig hart.

Das Praktische daran: Man braucht nicht zwingend ein Fitnessstudio, viele Work-outs kommen völlig ohne Geräte aus, es wird nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Dabei kommen auch viele altbekannte Fitnessübungen zum Einsatz – die Kniebeuge, nun „Squat“ genannt, und der klassische Liegestütz, im Fachjargon „Pushup“ oder Klimmzüge sind aus modernen Trainings kaum wegzudenken, ebenso wie schnelle Wechsel zwischen den Übungen, die den Puls ordentlich nach oben treiben. Maximal eine Stunde dauert ein Work-out, und die meisten Trainingspläne kommen mit bloß drei Einheiten pro Woche aus. Warum? Muskeln wachsen in Regenerationsphasen – weshalb diese ebenso wichtig sind wie das Training selbst. Ansätze für Work-outs gibt es viele, teils von Studio zu Studio bzw. Online-Training unterschiedlich, mittlerweile häufen sich sogar Apps mit Trainingsplänen, die den perfekt trainierten Körper versprechen.
Experten warnen jedoch: Gerade Fitnessneulinge sollten sich erst einmal von einem Fitnessprofi beraten lassen. Denn Übertraining oder falsche Bewegungsabläufe sollen unbedingt vermieden werden – speziell, wenn man mit Gewichten trainiert. Inkorrekt ausgeführte Übungen sind im besten Fall wirkungslos, im schlechtesten Fall schädigen sie Gelenke oder den Rücken dauerhaft. Infos und Inspiration zu intensiven Kurz-Trainings plus zur dazupassenden Ernährung (die ebenso bedeutend ist!) gibt’s etwa in Fitnesstrainer Timothy Ferriss’ Bestseller „Der 4-Stunden-Körper“.

Fitness-Apps für abwechslungsreiche Work-outs

• Freeletics Bodyweight
• Runtastic Six Pack
• Strong
• Tabata Stopwatch
• Fitocracy
• Sworkit
• Fitness Builder
• Workout Trainer

 

ANJA FUCHS

Buchtipp

Timothy Ferriss:
Der 4-Stunden-Körper
Fitter – gesünder – attraktiver
Goldmann-Verlag
608 Seiten
ISBN: 978-3-442-22071-7

 

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